Europawahlveranstaltung der SU und JU Eckernförde mit Niclas Herbst

06.05.2019

Senioren-Union und Junge Union Eckernförde hatten am Dienstag, den 16.04.19  den Spitzenkandidaten der CDU Schleswig-Holstein für die Europawahl am 26. Mai d.J. zu Gast.
Mitglieder, auch Vertreter des CDU-Ortsverbandes sowie Gäste wurden von den Vorsitzenden Matthias v. Jagow (Senioren-Union) und David Jankwitz (Junge Union) begrüßt.
Es wurde auf die von der älteren Generation getragenen Anfänge der europäischen Vereinigung hingewiesen, aber auch auf die umfassende Bedeutung der EU für unser heutiges und zukünftiges Leben, die Errungenschaften des Binnenmarktes, der Freizügigkeit, der Möglichkeit an vielen Orten in Europa zu studieren und zu arbeiten.

Niclas Herbst stellte sich als überzeugter Europäer dar, der als Landtagsabgeordneter in europäischen Gremien tätig gewesen ist und auch schon die letzte Europawahl vor 5 Jahren als Kandidat der CDU bestritten hat. Er tritt nun die Nachfolge von Reimer Böge an, der viele Jahre die CDU in Strassburg und Brüssel vertreten hat.
Niclas Herbst beschrieb eindringlich die zunehmende Bedeutung des Europaparlaments und der diesjährigen Wahl. Wichtige Weichenstellungen stehen bevor vor allen in den Bereichen Wirtschaft, Sicherheit, Soziales, Klimaschutz und Künstlicher Intelligenz.
Die Errungenschaften des Binnenmarktes werden oft unterschätzt. Eine vollständige Gleichstellung der Wirtschafts- und Steuersysteme wird von der CDU nicht angestrebt. Bei der äußeren Sicherheit, der Sicherung der Außengrenzen, der Verteidigung wird das Ringen um gemeinsame Anstrengungen unumgänglich sein. Die CDU setzt sich für die Festigung der militärischen Zusammenarbeit in Europa ein, um die zur Verfügung stehenden Kräfte effizienter zu gestalten.
Auch die Sozialpolitik ist ein Streitthema. Die CDU setzt hier auf Subsidiarität, lehnt z.B. einen gemeinsamen Mindestlohn ab, will keine „Supersozialbehörde“ in Brüssel. Die Künstliche Intelligenz wird unser Leben erheblich beeinflussen. Gemeinsame Antworten müssen gefunden werden, um nicht zum Spielball der globalen Konzerne oder Supermächte zu werden.
Niclas Herbst betonte am Ende, daß bei allen diesen wichtigen Vorhaben die Einzelstaaten in der globalen Welt auf verlorenem Posten stehen und gemeinsames Handeln dringend geboten ist. Dazu muß die EU handlungsfähig bleiben. Sollten die extremen Kräfte von rechts oder links im Parlament weiter zunehmen, wächst die Gefahr des Stillstandes und des Chaos in der EU. Der Brexit ist ein Warnsignal. Niclas Herbst legte den Zuhörern nahe, für die Europawahl unter Freunden und Nachbarn zu werben.